Wasseraufbereitung:

 

Für das Wasser aus der Brunnenanlage Rodl sind keine Aufbereitungsmaßnahmen erforderlich.

Die im Böhmerwald gewonnenen Wässer sind, wie es für die Bereiche der Böhmischen Masse typisch ist, reich an überschüssiger Kohlensäure. Sie müssen daher aus technischen Gründen (Vermeidung von Korrosion) nach der Gewinnung aufbereitet werden. Die Entsäuerung erfolgt zweistufig, wobei das Wasser in der ersten Stufe intensiv belüftet wird, was einen Gasaustausch zwischen dem Kohlendioxid im Wasser und dem Luftsauerstoff bewirkt. In der zweiten Aufbereitungsstufe wird die restliche Kohlensäure in 4 Filterkammern, die mit kalkhältigem Filtermaterial gefüllt sind, entfernt. Durch diese Filterpassage erfolgt auch eine gewünschte, geringfügige Aufhärtung um etwa 2° dH.

Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung rund um die Brunnenanlage Zirking ist das in diesem Gebiet gewonnene Wasser mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet. Diese werden vor der Abgabe an die Verbraucher in einer Aktivkohlefilteranlage, die im Hochbehälter Obenberg untergebracht ist, restlos entfernt. 

Die Aktivkohleanlage in Obenberg dient gleichzeitig auch als Biofilter für die Nitrifikation des Tiefengrundwassers aus der Gewinnungsanlage Schörgendorf. Dieses Tiefengrundwasser ist wegen der mächtigen Deckschichten sehr gut gegen Verunreinigungen geschützt. Es weist aber wegen der langen Verweilzeit im Untergrund ein Sauerstoffdefizit auf. Diese für Tiefengrundwässer typischen reduzierten Verhältnisse führen zu erhöhten Ammonium-, Eisen- und Manganwerten im Rohwasser und erfordern eine entsprechende Aufbereitung durch Belüftung. Bei der Gewinnungsanlage Schörgendorf wird ein spezielles Aufbereitungsverfahren angewandt (Insitu-Verfahren), bei dem die Entfernung der kritischen Inhaltsstoffe noch vor der Gewinnung im Untergrund erfolgt. Bei größeren Fördermengen eventuell noch vorhandene Restgehalte an Ammonium und Nitrit werden, wie eingangs erwähnt, in den Aktivkohlefiltern der Aufbereitungsanlage Obenberg eliminiert.

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